Lichtgestalt

3. August 2008 Patrick E. Ruthard / Verena
Ich bin der Atem auf deiner Haut
Ich bin der Samt um deinen Körper
Ich bin der Kuss in deinem Nacken
Ich bin der Glanz auf deinen Wimpern

Ich bin die Fülle deiner Haare
Ich bin der Winkel deiner Augen
Bin der Abdruck deiner Finger
Ich bin der Saft in deinen Adern
Und Tag für Tag durchströme ich dein Herz

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst
Trägst du mich mit dir
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir!

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst
Trägst du mich mit dir
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir!

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir!

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir!

Ich bin der ungelebte Traum
Ich bin die Sehnsucht, die dich jagt
Ich bin der Schmerz zwischen deinen Beinen
Ich bin der Schrei in deinem Kopf

Ich bin das Schweigen, die Angst deiner Seele
Ich bin die Lüge, der Verlust deiner Würde
Ich bin die Ohnmacht, die Wut deines Herzens
Ich bin das Nichts, zu dem du einst wirst

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst
Trägst du mich mit dir
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir!

So schnell du auch fliehst,
So weit du auch kommst
Trägst du mich mit dir
Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir

Wohin du auch gehst,
Was immer du tust
Ich bin ein Teil von dir

Lichtgestalt, in deren Schatten ich mich drehe… wohoow [7x]

(Lacrimosa - Lichtgestalt)

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Du mich auch

29. Juni 2008 Patrick E. Ruthard / Verena
Du kannst glauben, beten oder hoffen,
irgendwann ist jeder Arsch offen.
Du hattest Recht:
Die Welt ist schlecht,
die Welt ist schlecht,
die Welt ist schlecht,
die Welt ist schlecht,
jetzt echt, ey?Ich hab’s die ganze Zeit probiert
und kann nicht sagen, dass es klappt.
Habe lang und breit studiert,
viel gemacht und nichts geschafft.
Warum weiß ich, was ich suche,
erst wenn ich’s gefunden hab?
Nie geht was zu Ende.
Keiner sagt dir, wenn was suckt.

Warum weiß denn niemand vorher
was am Ende stimmt?
Warum wende ich mich nur dem zu,
was mir die Ängste nimmt?
Warum bin ich genau das,
was ich versuche, nicht zu sein?
Warum ist die größte Angst, man sei allein?

Ich hab an Euch geglaubt,
bin Euch gefolgt, hab Euch geliebt.
Nichts von dem, was Ihr versprochen habt,
ist etwas, das es gibt.
Es ist nicht woher man kommt,
es ist wohin man geht.
Und nichts wird mehr geglaubt,
als das wovon man nichts versteht.
Es ist nicht Philosophie (Anmerkung: bei mir schon… ich war schon seit früher Kindheit so, dass ich fragte, wie die Dinge aufgebaut sind),
es ist bekiffte Unterhaltung.
Wir werden nicht wie unsre Alten
Wir werden nicht wie unsre Alten
Wir werden nicht wie unsre Alten
Wir werden nicht wie unsre Alten
Ich sags nochmal:
Nicht wie dieser alte Sack.

Uuuh, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D-Ooh
Mjam mjam mjam mjam mjam
Bom bom bom
Mjam mjam mjam mjam mjam

[Smudo:]
Und immer, hip, hip, immer, immer gibt es einen,
von der Art „die da oben“
und immer auf die kleinen.
Was einen nicht umbringt macht hart
und wer übt, ist feige.
Prost, Prost, Kameraden,
auf die frühen Zeiten.
Keiner wird jemals
oder hat schon mal begriffen.
Früher war es gar nicht besser,
wir ham’s nur zugepfiffen.
Die ganzen Drogen ham doch echt mal nichts gebracht,
im besten Fall aus ’nem schlechten mal ’nen guten Witz gemacht.
Wir ham gekämpft, geglaubt,
dass heute alles besser ist.
Frieden schaffen ohne Waffen,
Love, Peace and Happiness.
Keine Macht für niemand,
Nazis raus und Legalize it.
Dieser Krach schon wieder -
du ziehst aus und nimm den Scheiß mit.
Und es stimmt:
Wir sind genau wie unsre Alten
und die sind wie ihre Alten
und die sind wie ihre Alten
und die sind wie ihre Alten
und die sind wie ihre Alten
Ich sag’s nochmal:
Die sind wie ihre Alten, fuck (Anmerkung: Vererbung, DNA)!

Uuuh, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D, Smu-D-Ooh
Mjam mjam mjam mjam mjam
Bom bom bom
Mjam mjam mjam mjam mjam

Uuuh, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich auch!
Mjam mjam mjam mjam mjam
Bom bom bom
Mjam mjam mjam mjam mjam
Mjam mjam mjam mjam mjam
Bom bom bom
Mjam mjam mjam mjam mjam

Uuuh, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich, Du mich auch!
Mjam mjam mjam mjam mjam (8x)

(Die Fantastischen Vier - Du mich auch)

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Glück

6. Juni 2008 Patrick E. Ruthard / Verena
“Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht einer inneren Einstellung.”

(Erich Fromm - Psychoanalytiker/Philosoph/Sozialpsychologe - 1900 - 1980)

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Meine Meinung zum Mensch an sich

6. Juni 2008 Patrick E. Ruthard / Verena

Kein Kommentar.

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Giftigkeit

4. Juni 2008 Patrick E. Ruthard / Verena
Conversion, software version 7.0
Looking at life through the eyes of a tired hub
Eating seeds as a pastime activity
The toxicity of our city, of our city
Now, what do you own the world?
How do you own disorder, disorder?
Now somewhere between the sacred silence
Sacred silence and sleep
Somewhere, between the sacred silence and sleep
Disorder, disorder, disorder
More wood for the fires, loud neighbours
Flashlight reveries caught in the headlights of a truck
Now, what do you own the world?
How do you own disorder, disorder
Now somewhere between the sacred silence
Sacred silence and sleep
Somewhere between the sacred silence and sleep
Disorder, disorder, disorder
Now, what do you own the world?
How do you own disorder, disorder
Now somewhere between the sacred silence
Sacred silence and sleep
Somewhere, between the sacred silence and sleep
Disorder, disorder, disorder
When I became the sun
I shone life into the mans hearts
When I became the sun
I shone life into the mans hearts

(System of a Down [manchmal auch dawn - zu Deutsch: Beginn/Tagesanbruch/Morgendämmerung - genannt] - Toxicity)

Deutsche Übersetzung (aus meiner Feder):

Konvertierung, Software-Version 7.0,
durch die Augen eines müden Knotenpunkts aufs Leben schauen
Samen essen als eine Beschäftigung zum Zeitvertreib
Die Giftigkeit unserer Stadt, unserer Stadt

Nun, was beherrscht du die Welt?
Wie beherrscht du das Chaos?
Jetzt! Irgendwo zwischen der heiligen Stille -
der heiligen Stille und dem Schlaf
Irgendwo zwischen der heiligen Stille und dem Schlaf.
Chaos. Chaos. Chaos.

Mehr Holz für die Feuer, laute Nachbarn,
aufblitzende Träumereien gefangen im Scheinwerfer eines LKWs.
Nun, was beherrscht du die Welt?
Wie beherrscht du das Chaos? Chaos!
Jetzt! Irgendwo zwischen der heiligen Stille und dem Schlaf.
Irgendwo zwischen der heiligen Stille und dem Schlaf.
Chaos. Chaos. Chaos.

Als ich die Sonne wurde,
schien ich Leben in die Herzen der Menschen.
Als ich die Sonne wurde,
schien ich Leben in die Herzen der Menschen.

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Heilung durch Musik an einem praktischen Beispiel

2. Juni 2008 Patrick E. Ruthard / Verena

Musik gibt es für jede Stimmungslage. Sie ist Transportmittel für Botschaften jeglicher Art, aber der Musik wegen gemacht vor allem vielfältiger und farbenfroher Ausdruck der Seele.

Der/die aufmerksame HörerIn identifiziert sich mit einem Text, der ihn oder sie subkutan (d.h. unter der Haut) berührt, relativ schnell, wobei Textstellen, die mit “Ich” anfangen, nicht selten auf das eigene Ich übertragen werden und so ein Eintrittspunkt dienen, um beim Hören des Liedes auf eine geistige Reise zu gehen, während die Melodie vor allem den Körper in Vibrationen versetzen kann (was Konsumenten von Bass-lastigen Musikgenres möglicherweise schon als negative aber vor allem positive Erfahrung in Erinnerung haben).

In der Gänze kann das dann mitunter in einem einzigen Tränenfluss (oder auch mehreren kleineren zu verschiedenen Zeitpunkten) resultieren, der all den Schmerz heraus spült und die verkrustete Maske durchbricht wie Magma bei einem Vulkanausbruch altes Gestein mit nimmt. Die Tränen streicheln die Gesichtshaut neben der Nase entlang und spenden längst den vergrauten Flächen unter den Augen neue Feuchtigkeit bis sie über die Lippen in den Mund gelangen und einen salzigen Geschmack bescheren, der durch die Zunge wahrgenommen auch eine gewisse beruhigende Wirkung auf Geist und Körper hat.

Besonders tiefem Weinen kann Zittern des Unterkiefers vorrausgehen.

Mein Mann Claud hat mir gesagt, dass das Wort „Heilung“ von „ganz werden“ kommt.
Das heisst, um uns zu heilen, müssen wir eins mit uns selbst werden.

Warum spür ich manchmal so komisch, dass alles schon bald vorbei ist?
Warum verzweifel ich manchmal und denk’, dass bald meine Zeit ist?
Ich fürchte mich vor der Ahnung, ich hätt sowas wie Vorahnung.
Hoff so oft, das sind alles bloß Hirngespinste statt Warnungen.
Und doch macht alles irgendwie Sinn, es kommt alles hin.
Wenn ich still genug bin, belausch ich die Stimme tief in mir drin.
Und ich bin sofort überwältigt von dem, was ich von ihr hör’.
Ich weiß nicht, ob sie mich zur Einsicht bringen kann oder mich zerstört.
Ich hör meist nicht lang genug zu, denn ich flüchte schnell vor dem Klang.
Ich kann kämpfen gegen zehn Mann, aber vor mir selbst hab’ ich Angst.
Und sobald ich mich wirklich öffne, eröffnet sich mit mir vieles, gestopft in Pandoras Box, wie zu lang verdrängte Gefühle.
Und nicht nur das - ich verdränge auch das Wichtigste meiner Einsicht: dass sie sich so oft nicht deckt mit dem Mensch, der ich gerne scheinen will.
Ich reiss viel zu schnell die Verbindung ab zu mir selbst, weil ich Angst hab, dass durch das Dunkle im Herzen dann meine Welt zerfällt.

Ich könnt’ weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk’ nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

Ich könnt weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt, oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

Ich zweifel manchmal daran, dass ich älter werde und glaub fast, dass ich irgendwann in der nächsten Zukunft versterbe.
Doch ich formulier das nicht aus, ich weiß um die Kraft der Worte.
Denk das fast nie zu Ende, das Gefühl allein lässt mich torkeln und taumeln.
Will verstehen, woher es kommt, doch ich trau mich nicht.
Kann nicht sehen, warum in meinem Leben oft das Grundgefühl eines der Trauer ist.
Oft scheint der Augenblick zu sein, dass ich mich verlieb und dann Halt such in Fremdenergie, die mir jemand gibt.
Doch das kann nicht auf Dauer gut gehen, so kann die Heilung nicht kommen.
Doch sobald sie dann in mir selbst zu kommen scheint, schon lauf ich davon.
Ich trag’ jedes mal neue Narben davon und bin wieder weg von mir selbst.
Hab’ wieder verhindert, dass ich mich jetzt selbst entdecke.
Ich hab’ so viel Scheiße gemacht und getan, dass ich wohl daran fast zu Grunde gehe,
wenn ich tief in mich runter sehe - ab und an.
Und wie kann ich von irgendwem bloß Verständnis für mich verlangen, wenn ich selbst nicht weiß, was mein Geist von mir will und möchte – wer dann?

Ich könnt’ weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt, oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

Ich könnt’ weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt, oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

Ich hab’ keine Angst vor dem Tod, denn egal was kommt, es ist gut.
Es ist so gewollt und bestimmt, jeder Mensch hat sein Wann und Wo.
Und ich weiß, ich hab’ vieles vor mir, wofür sich das Leben lohnt, doch ich spür zu selten die Sicherheit klarer Zukunftsvisionen.
Ist es sinnlos, noch dran zu denken, was Sinn macht und dann zu lenken, wohin das Leben noch gehen soll, wenn es morgen vielleicht schon endet?
Oder ist genau der Fakt, dass es unbeständig ist, letztlich der Grund für uns, so zu leben, als ob jeder Moment der letzte ist?
Ich weiß es nicht, doch weiß ich, ich schreib und schrei wie verzweifelt mein Herz in das All hinaus.
Es muss alles raus, soviel weiß ich.
Vielleicht ist gerade dieser Satz auch der letzte Satz dieses Mannes.
Die Tracks sind mein Testament in Essenz im Falle des Falles.

Ich könnt’ weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt, oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

Ich könnt’ weinen bei Beats wie diesem.
Kann mich die Melodie heilen in diesen Krisen?
Zeigen, was vor mir liegt, oder vielmehr neu definieren, was mit mir geschieht und geschah?
Ich denk nach über alten Schmerz, der geblieben ist von dem, was war.

(Curse - Heilung)

Wenn man die Lebensfreude verliert und die Seele weint, so äußert sich das in Nasenbluten. Doch ich weiß, dass ein Ende auch ein Anfang ist und halte Nasenbluten wie Fieber (bedingt), Weinen, sich übergeben, usw. als Heilungsfunktion des Körpers (ausgelöst durch den Geist). Wenn man eine Schnitt- oder sonstwie geartete offene Wunde hat, ist es die Aufgabe des Blutes Dreck aus der Wunde heraus zu befördern und die Wunde zu verschließen. Die gleiche Reinungsfähigkeit unterstelle ich dem Nasenbluten für die Nase, aber halte es nicht für sinnvoll - ja würde eher davor warnen, diesen Prozess selbst in Gang zu setzen, denn es gibt Alternativen: ich weiß nicht, wie oft es andere tun, aber ich fasse mir nicht oft an die Nase, aber es spricht nichts dagegen, die eigene Nase zu lieben.

Alles in allem ist das, was ein kleines Kind bezüglich der Heilfunktionen des eigenes Körpers völlig ohne darüber nachzudenken tut auf dem Weg zum Erwachsenwerden abhanden gekommen.

Ich stelle mich nicht länger gegen eine die ganze Pharmaindustrie und große Teile der Ärzteschaft und behaupte, dass das für alle Krankheiten gilt, aber ich bin davon überzeugt, dass es für alle Krankheiten gilt - zumindest bevor sie wichtige Organe zerstören konnten, aber genauso wie der Körper dicker, dünner, größer und kleiner werden kann, wird auch jede Zelle von selbst erneuert und können gar krebsbefallene Zellen durch neue Zellen ersetzt werden dessen Erbinformationen der Körper aus noch gesunden Zellen (die ja in der Überzahl sind) holt.

Der Punkt ist m.E.: was löst die Heilung aus?

Ohne Zweifel ist es besser den ursächlichen Konflikt zu lösen statt die Auswirkungen mehr oder weniger zu überstreichen.

So würde man z.B. wenn jemand pausenlos an die Wohnungstür klopfen würde, ihn doch besser wegschicken (sofern man nicht gestört werden will) als sich die Ohren zu zu halten, um das Klopfen (das Symptom) nicht mehr zu hören.

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Ich hab’ gehört..

31. Mai 2008 Patrick E. Ruthard / Verena

Ich habe gehört. Und was ich nicht alles schon über mich (und andere) gehört habe.

Das war damals schon in der Schule so. Die meisten labern irgendwelchen Dreck über einen ohne einen wirklich zu kennen.

Es ist immer eine Lüge, wenn man die Person nicht direkt fragt, ob es so ist.

Nichts - absolut nichts ist so wie es scheint.

Ich bin schon immer eine Person, die alles im Detail erklärt, wenn man denn höflich fragt.

Hinterm Rücken irgendeinen unwahren Scheiß labern finde ich so abscheulich wie das, was viele gerne in unwahre Vorurteile packen.

Als ob nicht jeder in seinem Leben schon genug Probleme hätte - nein, da muss der eine auch noch über den anderen labern und sich wegen seiner eigenen Lüge von einem distanzieren.

Das Beste ist einfach, wenn man die Leute labern lässt und sich nicht angegriffen fühlt.

An die, die immer am Lautesten lästern: Ihr habt keine Ahnung von was ihr labert. Entweder fehlt es euch an Lebenserfahrung (und man kann im Leben bei dieser verblödeten Herde [Entschuldigung, aber wenn der HD-Fernseher wichtiger ist als Freunde, dann ist das einfach nur noch Dummheit - gleiches gilt natürlich für den Computer… aber wer konnte ahnen, dass der Staat seine Hauptaufgabe darin sieht, einem die Freiheit zu beschneiden und einem Angst davor zu machen, jemand zu sein, der verdächtig sein könnte, nur weil irgendwann irgendwelche Leute irgendeinen Schrott über einen erzählt haben?] viele Erfahrungen machen, die man lieber nicht gemacht hätte.

Bevor ich wieder auf irgendetwas oder irgendwen sauer bin, verzeihe ich lieber gleich.

“Denn sie wissen nicht, was sie tun. ”

Es war schon damals so - es ist heute so und ich weiß nicht, ob sich das irgendwann ändert. Eigentlich nur, wenn man Wissen und Weisheit schmackhaft für den Geist macht.

Und wieso kann es sein, dass das im eigenen Kopf so sehr von dem abweicht, was andere in einem sehen? Naja, schon klar. Wenn das nicht so wäre, würde man ja schon jeden kennen.

Seht die Dinge, so wie sie wirklich sind (Wieso ist es jetzt so? was war vorher und was ist passiert, dass es so geworden ist? Ist es wirklich so oder will ich das nur so sehen, weil ich mich wichtiger nehme als andere Personen?) oder lasst es gleich bleiben euch ein Urteil darüber zu bilden.

Ansonsten lasse ich ein recht lustiges Lied von den Ärzten sprechen:

Verse 1
Hast du etwas getan was sonst keiner tut?
Hast du hohe Schuhe oder gar einen Hut?
Oder hast du etwa ein zu kurzes Kleid getragen,
ohne vorher deinen Nachbarn um Erlaubnis zu fragen?

Jetzt wirst du natürlich mit Verachtung gestraft,
bist eine Schande für die ganze Nachbarschaft.
Du weißt noch nicht einmal genau wie sie heißen,
während sie sich über dich schon ihre Mäuler zerreißen.

Chorus
Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu.
Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun.
Lass die Leute reden bei Tag und auch bei Nacht.
Lass die Leute reden, das haben die immer schon gemacht.

Verse 2
Du hast doch sicherlich ‘ne Bank überfallen.
Wie könntest du sonst deine Miete bezahlen?
Und du darfst nie mehr in die Vereinigten Staaten,
denn du bist die Geliebte von Osama bin Laden.

Rasierst du täglich deinen Damenbart?
Oder hast du im Garten ein Paar Leichen verscharrt?
Die Nachbarn ham’ da sowas angedeutet,
also wunder dich nicht, wenn bald die Kripo bei dir läutet.

Chorus
Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin,
die meisten Leute haben ja gar nichts Böses im Sinn.
Es ist ihr eintöniges Leben was sie quält
und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt.

Bridge
Und wahrscheinlich ist ihnen das nicht mal peinlich.
Es fehlt ihnen jede Einsicht
und wiedermal zeigt sich sie sind kleinlich, unvermeindlich fremdenfeindlich

Verse 3
Hast du gehört und sag mal wusstest du schon,
nämlich: Du verdienst dein Geld mit Prostitution.
Du sollst ja meistens vor dem Busbahnhof stehen,
der Kollege eines Schwagers hat dich neulich gesehen.

Chorus
Lass die Leute reden und lächle einfach mild,
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild.
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht,
aus: Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht!

Lass die Leute reden denn wie das immer ist,
solang’ die Leute reden, machen sie nichts Schlimmeres.
Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten,
Bleib höflich und sag nichts.
Das ärgert sie am meisten.

(Die Ärzte - Lasse redn)

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Meine Mail vom Oktober 2007 an alle Mitglieder des Bundestages

28. Mai 2008 Patrick E. Ruthard / Verena

Ich habe lange überlegt, ob ich diese Mail denn wirklich veröffentlichen und damit einen offenen Brief daraus machen sollte oder nicht. Schließlich liegt es mir fern, mich mit meiner politischen Meinung profilieren zu müssen. Es geht dabei um den Inhalt/den Gedanken/die Idee und nicht um die Person.

Vielleicht mutet der ein oder andere Punkt ein wenig stammttischgeschwätzig an, aber letzteendes denke ich doch, dass ich dabei ziemlich viel erfasst habe.

So wie ich die Sache sehe, verpuffte die Mail einfach ohne nennenswerte Auswirkungen zu haben, aber ich bin diesbezüglich immer noch optimistisch und denke, dass der Fels langsam ins Rollen kommt - schließlich bin ich ja auch nicht die Einzige, die den Kontakt zu den Dienern des Volkes gesucht und dabei ehrlich Probleme geschildert hat mit (zumindest sehe ich das so) konstruktiven Lösungsvorschlägen im Gepäck. Aber irgendwie hören sie nie so richtig zu. Glücklicherweise musste ich noch nicht viele Steuern zahlen.

Ich titelte die Mail aus einer teils verzweifelten Situation (auf den Ruinen meiner weggebrochenen Liebe) heraus vielleicht ein wenig forsch mit “Bedingungsloses Grundeinkommen als Menschenrecht! Weltweit! Sofort!”, aber ich habe keine Probleme damit, von denen, die den Kuchen für sich in Anspruch nehmen ein gleiches Stückchen für jeden zu fordern, wenn das Brot krank macht.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren

(Mitarbeiter der jeweiligen Büros der Abgeordneten mögen diese Mail
bitte ausdrucken, aber auf jeden Fall an die betroffenen Abgeordneten
weiterleiten, denn diese Gedanken sind sehr wichtig - vielen, vielen
Dank für Ihre Arbeit)

ich möchte an dieser Stelle keine allzu langen Reden schwingen und
versuche mich kurz zu fassen, obwohl ich als Autor, Philosoph, Künstler,
Hobby-Psychologe, Online-Seelsorger, Mensch, usw. die lyrische Sprache
der Dichter und Denker sehr mag und mich ausführlich auszudrücken weiß.

Aber ich will Ihre Arbeit nicht unnötigerweise erschweren, indem ich
Ihnen zu viel Zeit raube.

Verzeihen Sie mir die Unhöflichkeit, aber ich werde Sie folgend mit “Du”
ansprechen, um Dich auf persönlicher Ebene zu erreichen, denn mein
Anliegen ist persönlicher Natur, wobei meine eigene Person dabei nicht
wichtiger als Deine und die der restlichen 6,7 Milliarden Weltbürger ist.

Es geht nicht um Schuldzuweisungen, Fehltritte der Vergangenheit (da ist
keine Partei unbefleckt) oder darum, welche Farbe dem Bundestag oder der
Koalition wohl am Besten steht. Nein. Es geht um das Fortbestehen der
Menschheit, Freiheit, Liebe und letztendlich auch um die Existenz des
Staates selbst. Jener Staat ohne den Du Dich mit etwas Anderem
beschäftigen müsstest. Also geht es Dich schon alleine deswegen viel an.
Darüber hinaus bist Du Dienstleister im Namen des Volkes. Wenn an der
ein oder anderen Stelle eine Schuldzuweisung durchscheinen sollte, so
bitte ich vielmals um Entschuldigung. Meine Texte kommen tief aus der
Seele und da äußere ich mich auch mal ein wenig energisch. Wer nicht :)
Aber cool bleiben - der Gedanke ist wichtig, nicht meine Person an sich.

Wahrscheinlich hast Du aus dem Betreff dieser E-Mail schon heraus
gelesen, dass ich etwas sauer bin. Mir bleibt aber nichts außer meine
Meinung zu sagen. Ich bin nicht auf Rache aus oder suche einen
Schuldigen. Was ich gesucht habe waren Ursachen und Lösungen. Alles
verstehen wird man sowieso nicht - gerade in einer globalisierten Welt
werden die Zusammenhänge größer. Auch Du verstehst nicht alles, denn Du
bist auch nur ein Teil des Ganzen. Das heißt nicht, dass Deine Gedanken
und Handlungen minder wichtig wären - im Gegenteil.

Ich bin sauer, weil dieses Land die Bezeichnung “Sozialstaat” nicht mehr
verdient. Wir haben uns meilenweit vom Grundgesetz entfernt. Traurig
genug. Ich habe einmal auf das Grundgesetz und die freiheitlich
demokratische Grundordnung schwören dürfen und fühle mich nach wie vor
dazu verpflichtet. Dir war dieser freudige Moment sicher auch vergönnt.

Ich würde mich nicht als Patriot bezeichnen, denn das würde meine
Horizonte von Anfang an einschränken, aber die Verbundenheit zu dem Ort
im Raum der Zeit in den man hinein geboren wurde, wird man nie los. Das
will man auch gar nicht. Kommt darauf an, auf was man Patriotismus
bezieht. Bezüglich der Verfassung bin ich sehr patriotisch - bezüglich
des jetzigen Status des Zustands “Staat” wohl eher nicht, denn dann
müsste ich mich schämen.

Ich bin sicher nicht der Erste, der an Auswanderung dachte. Viele haben
es schon getan, aber bei mir brennt da ein Feuer im Herzen, das mir
sagt, dass solch ein Verhalten als “feige” zu bezeichnen wäre. Nein, ich
bin geblieben, denn was würde erst aus diesem Land werden, wenn Leute,
die Chancen für Veränderung sehen, trotzdem die Flucht ergreifen würden?
Was würde aus diesem Land werden, wenn Du fort gehen würdest? Das sind
Fragen, die sich ein gesunder Menschenverstand stellt.

In unserem Grundgesetz (übrigens eine sehr schöne Lektüre - besonders
die ersten 20 Artikel), in das unsere Gründungsväter die weisen Lehren
aus der grausamen Vergangenheit legten, steht in Art. 20 (1) “Die
Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat”

Zitat von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla vom 26. Oktober in
Frankenthal (RLP): “Sozialismus, ob demokratisch oder undemokratisch hat
in Deutschland nichts zu suchen”.

Ich lese daraus, dass die CDU möglicherweise nicht so viel vom
Grundgesetz hält, denn so eine Einstellung ist m.E. gegen GG Art. 20
(1). Vielleicht störte sich Pofalla auch einfach nur an dem Begriff und
meinte nicht den “demokratischen und sozialen Bundesstaat”. Man weiß es
nicht. Mir ist schon klar, dass der Begriff “Sozialismus” geschichtlich
negativ geprägt ist, aber das ist sehr schade um die Theorien die
ursprünglich hinter diesem Begriff standen und eher verfassungsgemäß
sind als der geplante Asozialstaat. Nebenbei: der Begriff “Christentum”
ist geschichtlich auch negativ geprägt und dennoch nicht falsch.

Vielleicht sollte man die ganzen Ismuse mal Ismuse sein lassen und sich
ans Grundgesetz halten. Da steht nämlich “(…) sozialen Bundesstaat”.
[Sarkasmus] Na, wenigstens steht da noch nicht “(…)
wirtschaftsdiktatorisch und kapitalistischer Bundesstaat” [/Sarkasmus]

Aber das wäre ja nicht die erste verfassungswidrige (? bleibt zu
beweisen - Untersuchungen dazu gibt es ja offensichtlich nicht…)
Äußerung der CDU in der großen Koalition. Ich will keine Vorwürfe
machen, aber dass diese Leute noch im Amt sind, ist kennzeichnend. Sei
es aber noch mal verziehen.

Ich hoffe nicht, dass dies die CHRISTLICH DEMOKRATISCHE Union
repräsentieren soll. Nächstenliebe nur für die, die genug Geld dafür
haben, oder was? Ihr redet über “Gott” und kennt “ihn” nicht. Diese
personifizierte Obrigkeit würde sich schämen, würde “er” noch oder
überhaupt auf Erden wandeln. Naja, ein Geheimnis: “Gott” versteckt sich
vielleicht in unseren Herzen. Schaut doch mal nach.
Aber es geht hier nicht um Religion, stimmt. Staat und Religion sind
getrennt.
Und doch heißt es: Du sollst nicht töten!

Aber die Leute in diesem Land und in weiten Teilen der Welt verrecken.
Erst leiden sie unter der Angst, die durch die aktuelle Politik noch
verstärkt wird. Dann werden sie wegen dieser Angst krank. Angst und
Krankheit verstärken den Stress, den sie sowieso schon haben und das
macht noch mehr krank. Und Krankheit bringt einen bekanntlich dem Tod
näher. Erkrankungen der Psyche durch jahrelange Vergewaltigung der
gleichen wird man aber nicht durch ein paar Anti-Depressiva oder
Behandlung der Symptome los. Genauso wie man die Probleme in diesem Land
nicht durch Rumfuschen an den Symptomen los wird, sondern sie höchsten
substituiert. Da muss man schon an die Ursachen im Unterbewusstsein des
Landes ran. Damit meine ich nicht die geplante repressive, präventive
Intervention mit Bundeswehr im Inneren, stärkerer Überwachung, etc. um
sogenannte “Gefährder” (oder auch Anders- bzw. Querdenker… wird man
bestimmt ausdehnen können, was?) zu “entfernen” oder mundtot zu machen.
Ich meine echte Problemlösungen. Keine Substitutionen.

Es braucht gar keine Revolution, ob gewaltlos und gedanklicher Natur
oder - was sich niemand wünscht - gewalttätig. Der Staat mit seinen
System fällt mit diesem Kurs automatisch in sich zusammen. Genau
genommen zuckt er bereits jetzt schon im Todeskampf. Zumindest muss man
das annehmen.

Anders kann man sich die Politik “der starken Hand” nicht rational
erklären. Ihr seid ja nicht blöd und seht, dass die Unzufriedenheit sich
verbreitet, als ob es dafür kein Limit gäbe. Doch aus Verzweiflung wird
Wut. Darauf folgt Hass. Daraus folgt Gewalt. Was ist das für ein Staat,
ein Land, eine Welt, die Suizid begeht? Ihr Narren!

Ach bin ja noch nicht fertig mit der Parteikritik. Naja, ich habe jetzt
keine Lust, auf jede einzelne Partei einzugehen. Du willst es
wahrscheinlich auch nicht hören - denn niemand hört gerne Vorwürfe.
Vielleicht noch die SPD: etwas links blinken, um dann doch etwas rechts
abzubiegen? Jetzt schreibt ihr euch wieder “sozial” auf die Stirn, aber
wer sollte euch da noch trauen? Ich hoffe, ihr meint das ernst.

Viele trauen keiner Partei - ja gar dem System nicht - mehr. Einige
wählen leider aus Protest die NPD. AUS PROTEST! :’( Die Leute sind nicht
weniger kurzsichtig als die NPD selbst, aber ihr habt nichts Besseres zu
tun, als euch gegenseitig den schwarzen Peter zuzustecken, aufzurüsten,
Menschenrechte zu demontieren bzw. wegzureden, zu schauen, wem man im
Pöbel noch was weg nehmen kann - nennt man dann “Der Staat muss sparen”,
usw. Das führt zu noch mehr Unzufrieden und zu noch mehr
Protestverhalten. Leider sind die Köpfe nicht selten relativ leer - da
wirkt Propaganda besonders gut (was muss ich das Politikern erzählen -
ist ja nicht so, dass ihr nichts mit Propaganda am Hut hättet.. und wenn
da jetzt der ein oder andere Kopf vor Wut rot anläuft, belegt das diese
These nur). Das könnt ihr ruhig als Vorwurf betrachten - keiner, der
euch zu einer Rechtfertigung drängen soll oder dergleichen, sondern als
eine Art Wachrütteln.

Es ist mir so ziemlich scheißegal, wer die Zwangsarbeit “Hartz IV”
verzapft hat, die gar Familien auseinander gerissen hat - aber auch viel
gegen die Gesundheit des Volkes getan hat. Diese Schiene läuft ja nicht
erst seit Hartz IV, sondern schon länger. Und es geht nicht darum, wer
den Karren in den Dreck gefahren hat, sondern wie der Karren da wieder
raus kommt, bevor dieses Land zugrunde geht. Gemeinsam! Seid ihr
besoffen von der Macht oder wieso seht ihr das nicht? *am Kopf kratz*

Und nun ein wenig zu dem Thema, bei dem die Regierung voll Paranoia die
Fassung verlor - dabei aber glücklicherweise noch nicht völlig
durchgedreht ist.
Was mag wohl die Hauptursache für Terrorismus sein? Hass-Prediger? So
gebildet, gelehrt und intelligent und doch seid ihr so kurzsichtig.
Setzt doch mal viel früher an. Legt euer Ohr auf die Schiene der
Geschichte und hört genau hin. Die Menschheit gibt es nicht erst seit
2000 Jahren. Religionen entstanden an mehreren Orten auf der Welt zu
unterschiedlichen Zeiten und mit Überschneidungen. Die Kirche griff mit
der Inquisition ziemlich ins Klo. Und seit einigen Jahren gibt es hier
und weltweit eine Art Hexenjagd gegen Muslime. Aber die, die letzten
Endes Terror - in welcher Form auch immer - ausüben, sind doch nicht
repräsentativ für diese Religion. Das wäre genauso, wie wenn man davon
ausgehen würde, dass der geistige Dünnschiss im Bundestag repräsentativ
für Deutschland wäre. Ups, der hat gesessen, ich weiß. Entschuldigung.
War nicht böse gemeint :)

Aber all die Weltreligionen, Sekten (naja.. kommentieren wir das nicht
weiter - ich denke es kommt darauf an, was für Ziele eine Sekte
verfolgt.. ist es der Suizid, so müsste man eigentlich die ganze
Menschheit als Sekte bezeichnen), Atheisten, Agnostiker, usw. meinen
doch im Kern irgendwie alle das Gleiche: die Verbundenheit zur Natur.
Das, was man erlebt, wenn man in sich geht in einen transzendenten
Zustand erreicht - völlig egal, mit welchen Ritualen und Substanzen man
das erreichen kann. Jeder hat da seine eigene Methode und es gibt z.B.
bei der Möglichkeit “Meditation” viele verschiedene und sehr
individuelle Unter-Möglichkeiten. Völlig idiotisch, sich deswegen zu
streiten.

Und wenn ein “Hass-Prediger” es erreicht, dass ein Terrorist (das ist er
m.E. erst nach seiner Tat - aber über die Begrifflichkeiten brauch man
sich jetzt nicht zu zanken) sich in die Luft jagt oder sonst irgendwie
Blut vergießt, dann doch - wenn ich den zahlreichen Medienberichten
Glauben schenken darf - aus dem Grund, dass die Opfer als “Ungläubige”
betrachtet werden. Aber woher kommt das? Vielleicht dadurch, dass viele
Christen zwar jeden Sonntag in die Kirche gehen, aber selbst nicht so
richtig wissen, was “Gott” ist? Weißt Du es? Und was, wenn “Gott”,
“Allah”, usw. nur eine Bezeichung (die natürlich in verschiedenen
Regionen unterschiedlich ist.. sind ja auch sehr unterschiedliche
Sprachen) für genau die gleiche “Sache” ist? Habt ihr darüber schon
nachgedacht?

Zeit für einen Paradigmenwechsel. Immerhin.

Ihr seht, dass die Jugend sich in Drogen- und Gewalt-Exzessen verliert,
aber euch fällt nicht mehr ein als noch mehr Repression. Traurig, dass
ihr nicht erkennt, dass die Ursachen vor allem in der Repression liegen.
Von wem sollen sie wichtige Werte wie Nächstenliebe (oder wie es in
anderen Religionen heißt) lernen, wenn ihre Eltern in all der Hektik und
den Stress auf der Jagd nach dem Papier überhaupt keine Zeit mehr haben?
Durchs Fernsehen? Das gleiche Fernsehen in dem Kriegspropaganda läuft,
die zeigt, was es alles für Tötungsmaschinen gibt? Das gleiche Fernsehen
in dem sich Menschen wegen Kleinigkeiten in Talkshows bis unter die
Gürtellinie und niveaulos streiten? Das gleiche Fernsehen in dem in den
Werbepausen manipulative Konsum-Propaganda läuft? Das gleiche Fernsehen,
das den Menschen diktiert, was sie glücklich machen soll, ohne dass sie
selbst Zeit haben, um nachzudenken, was Glück überhaupt ist?

Wir brauchen das bedingungslose Grundeinkommen, damit der Mensch auch
zur Wirtschaft, die aufgrund der Notwendigkeit des progressiven
Wirtschaftswachstums (2% sind nächstes Jahr mehr als dieses Jahr 2% -
falls Dir das nicht so klar sein sollte… wo soll die Wirtschaft denn
noch hinwachsen? Sie ist doch schon in den Familien…) einen kaum zu
stillenden Profithunger aufweist, mal “Nein” sagen kann. Zwischen
Arbeitszeitverlängerung, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, Angst vor
Hartz-IV, Angst vor Verlust dessen, was man aufgebaut hat und all diesen
Existenzängsten hat man kaum Zeit und Nerven mehr für das Wichtigste:
Leben und Liebe. Sentimentales Geschwätz? Dann stell Dich bitte vor
laufende Kameras und sage “Ich bin ein Menschenfeind. Eure Armut kotzt
mich an. Im Zuge der Globalisierung vertrete ich die Wirtschaft und
nicht mehr das Volk. Aber ich bin noch ehrenvoll genug, um die
Konsequenzen zu ziehen und trete zurück.”
Wenn der Mensch wieder mehr Zeit für seine Gefühle hat, lösen sich auch
soziale Konflikte. Warum? Weil es überall Leute gibt, die Gewalt nie als
Antwort sahen, sondern grundsätzlich immer den Dialog suchen. Ein
Gespräch wird der erste Schritt sein. Und wenn der Mensch Geld hat, um
sich was zum Essen zu kaufen, usw., braucht er sich auch keinem Betrug
hinzugeben, nicht zu rauben, usw. Seht ihr das denn nicht?
Und es würde garantiert nicht bedeuten, dass dann niemand mehr arbeitet
oder alle faul auf der Haut liegen würden. *lach* So mancher Mensch
bestimmt sich selbst durch seine Arbeit - er wird deshalb nicht einfach
aufhören. Außerdem strebt der durchschnittliche Mensch nach mehr
Materiellem bzw. Luxus. Der Konsum würde nicht zwangsläufig einbrechen.
Im Gegenteil: Mensch hätte ja mehr Geld, um zu konsumieren.
Aber wieso soll man 40 Stunden in der Woche sich kaputt arbeiten, um
Leben zu können, während man dann andere, die gar nicht die Chance dazu
haben, als Schuldigen für die eigenen Probleme sieht - ja gar als
“Schmarotzer” bezeichnet. Toll, wie die Politik ihr Übriges tat und
Arbeitslosigkeit als Krankheit groß redete. Die BILD-”Zeitung” hat das
Feindbild dann noch perfekter gezeichnet. Niemand gönnt wem anderen mehr
was. Jeder verklagt jeden. Was ist das denn für eine Gesellschaft? Soll
das Leben sein? Da braucht man sich nicht zu wundern, dass
Wieso arbeitet man nicht nur 20 Stunden die Woche? Wieso darf überhaupt
jemand definieren, was Arbeit ist?

Ich habe mir viele Gedanken gemacht - wird das als Arbeit bezeichnet?
Nein. Ab und zu wurde ich gar als “faul” empfunden; dass ich anderen auf
der Tasche liegen würde, blablabla - das verletzt auf einer sehr
persönlichen Ebene. Dabei bin ich recht sparsam, denn ich bin mit wenig
glücklich. Aber da ich die Feindbilder, Vorurteile schon kannte und auch
weitsichtig bin, beantragte ich keine Sozialhilfe, sondern meldete ein
Gewerbe an. Ab da wollte ich erst recht ganz genau wissen, wie Marketing
und Manipulation funktioniert und was ich da hinter den “Kulissen” fand,
schockierte mich.

Jetzt habe ich leider Schulden bei der Krankenkasse, weil eure
kapital-faschistischen Gesetze von einem fiktiven, monatlichen
Mindesteinkommen ausgehen. Das geht auf keine Kuhhaut! Dabei habe ich
mich freiwilligen gesetzlich versichert, weil ich noch Glauben an und
Vertrauen in dieses System hatte.
Der Beitrag würde sich ja auch anpassen, wenn ich über den
Mindesteinkommen liegen würde! Das bezeichne ich zurecht als
Kapital-Faschismus. “Ja komm her, du brauchst diese Versicherung. Nein.
Wir zwingen dich, dich zu versichern. Aber wir geben dir kein Geld - wir
nehmen dir dein Vermögen und wenn du dann bei uns Schulden hast, kommen
wir und pfänden. Das bisschen Materielles, was du hast, brauchst du ja
sicher auch nicht mehr”.
Ok - genug von meiner Lebensgeschichte. Das ist mir so ziemlich egal.
Wenn die von der Krankenkasse durch ihre Vorschriften gezwungen werden,
mir einen Strick daraus zu drehen, dann werde ich das nicht verhindern
können. Da übe ich lieber passiven Widerstand als mich zu bücken. Aber
Hauptsache, die Bilanz stimmt. Zahlen über ein Papier auf Papier -
zunehmend nur noch virtuell. Genauso virtuell wie ein Schaden, der aus
einem fiktiven Mindesteinkommen resultiert. Und dann wird daraus ein
materieller Schaden. Achja: Wer findet es außer mir nicht auch
merkwürdig, dass eine gesetzliche Krankenkasse eine Marketing-Abteilung
hat? Da ist die Wirtschaft “im Zuge der Globalisierung” also schon
hingewachsen. Mutet wie ein Krebsgeschwür an.

Ihr zerstört Existenzen und züchtet Kirchturmkandidaten. Ich habe
mittlerweile Nerven aus Stahl, denn Liebe verleiht ungeahnte Kräfte.
Kraft, um die Konflikte im Unterbewusstsein zu verstehen und zu
bewältigen. Das kostet natürlich Zeit.

Wie viel einfacher es doch für alle Menschen wäre, wenn wir ein
bedingungsloses Grundeinkommen hätten und uns unabhängiger von
Existenzängsten entwickeln könnten. Das wollt ihr den Leuten - und euch
selbst - nicht gönnen? Lieber diskutiert man, welche Partei die
passendere Farbe hat.
Der Staat sollte das Leben nicht schwerer machen.

Es geht nicht um die Frage, wie das finanziert werden soll, sondern um
die Frage, ob wir eine Gesellschaft haben wollen, die Menschen verrecken
lässt oder eine Gesellschaft, die “im Zuge der Globalisierung” sich als
eine Menschheit sieht, die nur zusammen überleben kann und ansonsten wie
jede andere Hochkultur in der Geschichte dieses Planetens sich selbst
zerstört.
Manchmal wünscht man sich da etwas mehr Weitsicht.

Du, liebe Angela, sagtest selbst es dürfe keine Denkverbote geben.

Liebe Abgeordneten: Einigkeit, Recht und Freiheit sind durch kein Geld
der Welt zu ersetzen. Doch, was davon bald nur noch übrig ist, ist nur
Recht. Dazu gehören die Menschen- und Grundrechte, die freiheitlich
demokratische Grundordnung (die bleiben hoffentlich… wenn das Volk
nicht schläft) aber noch viel, viel, viel, viel, viel mehr Recht in Form
von Gesetzen als Einschränkung der Grundrechte. Mit Freiheit hat das
bald (noch betrachte ich Deutschland als ein freies Land, auch wenn man
das bereits hinter vorgehaltener Hand sagen müsste) nichts mehr zu tun,
denn so ziemlich jeder - auch jene die sagen “ich habe nichts zu
verbergen” - kommt vielleicht Morgen schon in die unangenehme Situation,
gegen ein Gesetz verstoßen zu haben, das er bzw. sie vorher noch gar
nicht kannte und auch dann noch immer nicht zu verstehen vermag. Sicher,
dafür gibt es Anwälte. Doch letzten Endes zählt vor allem das Kapital.
Es verleiht Immunität und Privilegien. Ich möchte gar nicht so sehr
anprangern, dass die mit viel Kapital auch Arbeitsplätze schaffen, etc.,
aber was hier zur Zeit für ein Film abläuft, ist nicht mehr akzeptabel.
Es ist moralisch, demokratisch, freiheitlich, sozial, menschlich,
christlich, ökologisch NICHT vertretbar.
Aber natürlich sind nicht-parlamentarische Terroristen die größte Gefahr
(für jene, die es nicht direkt erkennen: das war sarkastisch) für Leib
und Leben - so eine abstrakte Gefahr macht ja auch unglaublich Angst.
Der Mensch hat schnell Angst vor dem Unbekannten.

Ich bezeichne das als Kapital-Faschismus und finde nicht, dass ich dabei
übertreibe, denn als Großgeist sehe ich, wo das in 5 bis 10 Jahren
hinführen wird. Zusammen mit anderen subkulturellen Entwicklungen, die
gleichzeitig passieren, sehe ich tiefschwarz für die Zukunft. Als ob
gerade Deutschland gar nichts - aber auch rein gar nichts - aus der
Geschichte gelernt hätte.

Sie fragen sich nach den Ursachen von Terrorismus, Gewalt, Straftaten,
Radikalisierung, usw.?
Das sind m.E. Resultate aus sozialen Konflikten ist. Die soziale
Konflikte zwischen Religionen bzw. grundsätzlich verschiedenen
Weltanschauungen wären aber nicht mal halb so schlimm, wenn die Menschen
die Ursache für ihre Existenzängste nicht im jeweils anderen Feindbild
sehen würden.

Es geht letztendlich gar nicht um die Frage “rechts oder links?”,
sondern vor allem um die Frage “fressen haben oder verrecken?”/”leben
oder verrecken?”. Nur jemand, dessen Selbstbewusstsein weit am Boden
ist, der wird seinen naturgegebenen Selbsterhaltungstrieb aufgeben und
den Freitod wählen. Das haben viele Jugendliche gemacht - und viele
andere haben es versucht.

Ist Dir vielleicht schon in den Sinn gekommen, dass die Jugend mehr und
größere Horizonte hat? Schließlich habt ihr ihnen Grundwissen und Denken
gelehrt. Und sie haben mit dem Internet vollen Zugang zu Informationen.
Wissen, von dem ihr - vielleicht - nicht mal zu träumen wagt.
Perspektivlosigkeit nennt ihr das. Vielleicht haben sie auch einfach zu
viele “Perspektiven”. Damit meine ich keine im beruflichen Sinn, sondern
vor allem im Sinne von Blickwinkeln. Natürlich rebellieren sie. Die
einen rebellieren, die anderen gehen daran kaputt. Und doch ist bei
beiden die Freiheit das Ziel. Nicht Sicherheit. Ihr Spinner. Wie soll
sich Leben in totaler Sicherheit überhaupt weiter entwickeln - mit fast
gar keiner Freiheit mehr?

Seht es ein. Die alten Rezepte taugen nichts mehr, wir brauchen neue
Konzepte. Wenn ihr das als “Rebellion der Jugend” abtut, dann ja nur,
weil ihr früher auch rebelliert habt. Woher sollte euch dieser Begriff
sonst geläufig sein?. Wie viel habt ihr verändert? Ist es besser
geworden? Ich nehme das mal schon an, aber warum musste es aufhören?
Warum hört ihr heute nicht auf die Jugend, obwohl ihr damals gegen die
gleiche Wand gelaufen seid? Rafft ihr eigentlich endlich mal, dass ihr
in dieser Generation weiter lebt? Nicht, um eure Schulden weiter zu
geben, sondern um euer Wissen weiter zu geben, damit sich die Menschheit
weiter entwickeln kann. Stattdessen setzt ihr die Jugend in der Schule
zunehmend unter Leistungsdruck, damit sie zu noch besseren
Menschenrobotern werden.

Alleine das könnte mein Blut voller Wut zum Kochen bringen, aber wie
schon gesagt - da suche ich lieber nach den Ursachen.

Da lief ein Jugendlicher in einer Schule in Emsdetten Amok und schrieb
in seinem Abschiedsbrief seine Beweggründe nieder. Statt diesen Brief
wirklich zu lesen, überschlugen sich so manche mit Ideen zur Bekämpfung
eines weiteren Teils vieler Jugendkulturen. “Killerspiele” seien
schuld. Spätestens da merkte die Jugend, was für ahnungslose
Flachpfeifen das Volk vertreten. Das ist nicht beleidigend gemeint,
sondern geht mit den Gedanken der Jugend, wie ich denke, weitgehend
konform.

Wenn Du diese Mail ignorierst, dann machst Du dich mitschuldig.
Mitschuld daran, dass dieses und andere Völker zugrunde gehen. Mach
endlich die Augen auf. Nicht die in Deiner Maske, sondern die darunter.

Der Staat gehört dem Volk und nicht der Wirtschaft.
Der Staat gehört dem Volk und nicht das Volk dem Staat.

Weißt Du überhaupt, was im Volk los ist? Weißt Du überhaupt unter
welchen Existenzängsten die Menschen im “einfachen” Volk leiden? Nein?
Dann halte bitte die Klappe zu diesem Thema! Wenn Du noch kein einziges
Problem wegen Mangel an Geld gehabt hast, dann hast Du auch keine
Ahnung, was das für Sorgen und Ängste sind.

Demokratie geht von unten nach oben und nicht von oben nach unten. Das
ist eine Kerneigenschaft der Demokratie. Zumindest sollte es so sein, um
Demokratie auch als Demokratie bezeichnen zu können. Dazu kommt
natürlich, dass einzelne Meinung nicht unterdrückt werden. Weder von
Repression noch von Kapital bzw. Mangel an dessen.

Noch eine Frage (im Übrigen erwarte ich nicht, dass man meine Fragen mir
beantwortet - es sind Fragen, die ich Dir stelle, denn ich weiß nicht,
ob du sie Dir schon selbst gestellt hast):

Warum um Gottes Willen oder alles in der Welt macht ihr es so kompliziert?

Mensch, ärgere dich nicht und denk nach.

Wäre mein Blickwinkel der eines Sterns, so müsste ich viele Tränen
weinen. Es zerbricht mir das Herz, was wir aus diesem Planeten gemacht
haben. Ein Gefängnis für das Leben.

Patrick E. Ruthard. Ein Vollzeitdenker.

Wann immer ich was sage, dann ist es wenigstens ehrlich.

Ich möchte mein Alter in dieser Mail nicht nennen - hätte ich es
genannt, hätte in Deinem Kopf eventuell eine voreilige Beurteilung
meiner Gedanken stattgefunden und es geht nicht um das Alter meines
physikalischen Körpers, sondern um die Gedanken. Ich habe schon viel
durchgemacht, aber nicht einfach nur geschluckt, sondern mein Wissen
massiv erweitert und nie aufgehört, nach dem Warum zu fragen. Das führte
dazu, dass ich begann, viele Dinge zu verstehen - in großen
Zusammenhängen. Ich verstehe bei Weitem nicht alles - das will ich mir
auch gar nicht anmaßen, aber ich frage “gefährlich”. Und dreist zu
fragen ist gerade zu dieser Zeit wichtig. Das weiß auch der
Bundesinnenrhetoriker. Danke an dieser Stelle für das Lehrstück an
Rhetorik (wobei ich vermuten muss, dass der Intellekt da durch
Rachegefühle und wirtschaftliche Hundekuchen getrübt wurde).

Achja, da ist noch ein Punkt: Wenn ich nur die männliche Form eines
Begriffes schreibe, so ist das nicht als Ungerechtigkeit gemeint,
sondern wegen der Einfachheit. Mir ist klar, dass das bei der ein oder
anderen Frau negative Gefühle wecken kann, aber ich meine das nicht so
*knuddel*

Und bevor mir jemand Egoismus, Klugscheißerei oder sonstwas unterstellt:
“Ich” benutze ich nur, weil ich die Dinge aus meiner Sicht schreibe -
das heißt nicht, dass ich beanspruche, als einziger diese Gedanken zu
haben. Es ist sogar wahrscheinlich, dass an vielen anderen Orten zu etwa
dem gleichen Zeitpunkt ähnliche Schlussfolgerungen gezogen werden - und
so weiter.

So gesehen wird das bedingungslose Grundeinkommen (als Menschenrecht!)
sowieso kommen - ob Du es jetzt noch weiter aufhälst oder den Gedanken
weiter trägst und ihn gar gut findest. Aufhalten kannst Du das nicht.

Keine negative Einkommensteuer, denn die würde wieder erforderlich
machen, dass man sich überhaupt erklären muss, aber das bedingungslose
Grundeinkommen ist im Kapitalismus das logische Resultat aus dem Natur-
und Menschenrecht auf Leben - die negative Einkommensteuer wäre eine
verlogene Mogelpackung. Außerdem würde die negative Einkommensteuer ja
erst zur Verfügung stehen, wenn man bereits Kosten hatte. Darüber hinaus
bedeutet das mehr Bürokratie als ein einmaliger Antrag “hier mein Beleg,
dass ich Staatsbürger bin und meine Kontonummer und Unterschrift auf
einem winzigen Formular und ich beantrage hiermit das bedingungslose
Grundeinkommen”. Machts nicht wieder so kompliziert. Umständlich für
die, die sich auskennen und unverständlich für viele, die es nicht
verstehen. Es ist sehr wichtig, dass dieses bedingungslose
Grundeinkommen eben NICHT an irgendwelche Rechenschaftspflichten
gebunden ist, sondern als Menschenrecht verstanden wird. Und es muss
auch unabhängig von anderen Einkommensarten sein. Bedingunglos. Für den
ärmsten Schlucker bis hin zum reichsten Bonzen. Menschenrecht eben.

Das ist im Vergleich zu Gewalttaten (Gewalt ist m.E. die Sprache der
Dummen - sei es durch staatliches Wirken oder nicht-legitimiert) der
konstruktivere Weg. Der Druckbehälter Gesellschaft hält nicht unendlich
viel Druck aus. Also ich will nicht dabei sein, wenn sich all die
Verzweiflung und Spannung entlädt. Gebt den Leuten doch endlich wieder
Zeit, Konflikte gewaltlos zu lösen statt noch mehr Druck zu machen. Da
kommt einem der Spruch “Macht und Dummheit” in den Sinn.

Bedingungsloses Grundeinkommen (als Menschenrecht) ist doch ein Thema
mit dem man sich wahlkampftechnisch schön schmücken kann, oder? Ach -
tu’ mal nicht so unschuldig, wir wissen doch beide, wie das läuft. Zu
Deinem Pech teile ich die Gedanken aber mit jedem Abgeordneten im
Bundestag - unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Da musst Du Dich mit
Deiner Partei wohl dran halten, um Wahlvieh zu fangen, oder? Auf die
Plätze, fertig, los.

Wer als erster im Ziel ist, gewinnt die Dankbarkeit des Volkes.

Das Schönste daran ist: wenn das unter Dach und Fach ist, könnt ihr euch
auch mal eine längere Pause gönnen. Dann habt ihr auch mehr Zeit für
eure Familien. Los, tut was für das ganze Volk.

.
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.
.
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Ihr seid ja noch immer da :) Also jetzt habe ich wirklich nichts mehr
dazu zu sagen.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit, denn ich denke nicht, dass wir sobald
wieder was voneinander hören werden. Ich habe nämlich nicht vor,
irgendwelche Reden zu halten oder Interviews zu führen oder sonst
irgendwas in der Richtung. Ich habe auch nicht vor, nochmal zu
schreiben, denn ich bin davon überzeugt, dass ihr verstehen werdet.

Trotzdem werde ich natürlich Mails, die ihr mir schreibt, beantworten.
Wenn ihr mir allerdings vorgefertigte Formulierungen schickt, werde ich
das als Beleidigung meiner Intelligenz betrachten. Was wahrscheinlich
nicht dazu führt, dass ich die Mail einfach lösche, sondern trotzdem
beantworte. Kommunikation ist doch schön - teilt Wissen.

Aber genug jetzt. Bedingungsloses Grundeinkommen als Menschenrecht. Im
Grundgesetz. In der EU. In den UN. Weltweit.

Für Waffen und Vernichtung sind ja auch genug finanzielle Mittel da.
Doch Waffen schaffen keinen Frieden, denn sie sind der Inbegriff der
Unterdrückung.

Und danach könnte man sich mal überlegen, ob man sich nicht weltweit
gegenseitig die Schulden erlassen sollte…..

Wäre das nicht das wichtigste Gesprächsthema bei bi-, tri- und
poly-lateralen Treffen statt Pläne zu schmieden, wie man die Völker noch
besser überwachen, unterdrücken und ausbeuten kann? Die Staatsgewalt
geht vom Volke aus. Immer. Doch wo geht sie hin? Gegen das Volk..

Ich wünsche Dir einen stresslosen Rest der Woche, ein entspanntes
Wochenende, viel Erfolg in der Zukunft und Segen von der
personifizierten Macht, Sache oder sonstiges, an das Du glaubst. Gott,
Allah, Kapital, das “Ich”, Luxus, Natur, Menschen, globale Wirtschaft,
wasauchimmer - doch eines ist es immer: Liebe.

Auch wenn es mir von Anfang an klar war, dass diese Forderungen nicht unbedingt Gehör finden (ich hoffe sogar, dass ich mit der aktiv ausgefühten Demokratie [ja, ich denke, dass sie trotz des Wirtschafts-Diktates noch immer funktioniert bzw. funktionieren kann] in der Mehrheit und nicht in der Minderheit bin - über Demonstrationen z.B. wird in den neoliberalen Massenmedien ja leider oft erst berichtet, wenn es zu Gewaltausschreitungen kommt, wobei faschistische, korrupte Bullen [Entschuldigung, aber das sind keine Polizisten im Sinne von Freund und Helfer mehr] auch bei der vierten Gewalt fein raus sind) so wählte ich doch diesen Weg, um mich denen, die von unseren Steuern für ihr Tun bezahlt werden, mitzuteilen.

Möglicherweise hat die Art des Schreibens dafür gesorgt, dass diese “Einzel”meinung besonders auffällt, gar zur Belustigung gut war (was ich nicht als schlecht empfinde - das bleibt dann in den Köpfen hängen wie politische Kabarett) oder den ein oder anderen Leser tatsächlich im Herzen berührte, wobei es gar utopisch erscheint, anzunehmen, dass schlipstragende Äffchen im Bundestag, die sich (m.E.) fälscherlicherweise als Christen bezeichnen, so etwas wie Herz haben - aber auch da muss man ja nicht gleich pessimistisch sein und denken, dass es nichts verändern würde.

Darüberhinaus habe ich vielleicht (hoffentlich) auch teils eindrucksvoll dargestellt, welche Kultur sich u.a. durch das Internet entwickelt hat.

Möglicherweise war es keine gute Idee, die gleiche Mail an alle MdBs zu schicken, denn einige mochten die Worte vielleicht gar nicht verstanden haben (das meine ich Ernst) und andere haben mit den angeschnittenen Themen nur bedingt etwas zu tun, aber sei es drum.

Antwort habe ich nur von den Grünen bekommen. Vom Rest bekam ich Lesebestätigungen der Mails bzw. teilweise auch ein “Nicht gelesen”, was eine mit einer Lesebestätigung gleichbedeutende Statusmail ist, die das E-Mail-Programm verschickt, wenn die Mail ungelesen gelöscht wird. Letzteres finde ich sehr traurig, denn es darf nicht sein, dass in einer Demokratie Volksvertreter die noch so kleinste Einzelmeinung gar nicht erst anhören - auch wenn die Zeit noch so knapp ist, aber genau dafür werden sie von unseren Steuern bezahlt. (Wer sich manchmal auf abgeordnetenwatch.de rumtreibt bzw. davon liest, hat ähnliches Verhalten sicher auch schon festgestellt)

Hier die Antwort von den Grünen:

Sehr geehrter Herr Ruthard,

gesellschaftliche und soziale Ausgrenzung sind keine Randerscheinungen.
Formen sozialer Ausgrenzung und die Sorge vor Ausgrenzung sind längst in der
Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Kritik an der Angemessenheit und
Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates geht damit einher. In diesem
Zusammenhang gewinnt die Debatte über ein bedingungsloses Grundeinkommen
ständig an Bedeutung.

Wir nehmen diese Vorschläge sehr ernst. Unseres Erachtens ist aber Skepsis
angebracht, wenn damit geworben wird, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen
eine globale Alternative zum bestehenden Sozialstaat sein könnte. Die meisten
sozialstaatlichen Institutionen werden (auf lange Sicht) nicht entbehrlich.
Die Rentenversicherung kann nicht über Nacht abgeschafft werden, über viele
Jahrzehnte wären erworbene Ansprüche zu bedienen. Auf die
Krankenversicherung, Pflegeversicherung oder auch die Eingliederungshilfe für
Behinderte kann gar nicht verzichtet werden. Da viele Bürgerinnen und Bürger
arbeiten wollen wird unseres Erachtens auch Arbeitsmarktpolitik nicht
entbehrlich. Ganz zu schweigen davon, dass Bildungseinrichtungen verbessert
und ausgebaut werden müssen und nicht abgebaut werden können.
Wir werden uns also auch in Zukunft darüber zu unterhalten haben, wie viel
Geld wir für diese Aufgaben ausgeben wollen und wie Bildung oder auch der
Schutz bei Pflegebedürftigkeit am besten gewährleistet werden können.
Selbst die Befürworterinnen und Befürworter eines Grundeinkommens räumen ein,
dass ein bundeseinheitliches Grundeinkommen nicht überzeugend wäre. Die sehr
unterschiedlichen Wohnkosten müssten mithin berücksichtigt werden (über eine
Regionalisierung oder über das Wohngeld). Auch räumen sie ein, dass die
Bedarfe der Antragstellerinnen und Antragsteller nicht über einen Kamm
geschoren werden können. Besondere Bedarfe wären rechtlich also zu decken.

Selbstbestimmung und Solidarität bilden die normative Grundlage in einer
Gesellschaft, in welcher der Wunsch nach sozialem Zusammenhalt fester
Bestandteil des Selbstverständnisses ist. Zusammenhalt wird nur dann
erhalten, wenn sich die Gesellschaft auf Prioritäten einigt. Eine solche
Priorität ist aus grüner Sicht die Parteinahme für die Schwächsten. Dazu
gehört, dass sozialstaatliche Leistungen die Befähigung der Menschen zum Ziel
haben müssen, ein Leben in eigener Regie zu führen. Dauerhafte Alimentierung
widerspricht diesem Ziel.
Bei der grünen Grundsicherung geht es auch um gesellschaftliche und
politische Teilhabe. Der Staat ist hier mehr als ein Geldverteiler: Er muss
aktivieren, indem er Strukturen schafft, in denen Potenziale des oder der
Einzelnen entdeckt und entwickelt werden können. Wichtig ist die
Differenzierung zwischen unterschiedlichen Lebensverläufen und persönlichen
Voraussetzungen. Wir wollen einen Sozialstaat, der die soziale Orientierung
des oder der Einzelnen fördert, statt die jeweilige Lebenslage zum “sozialen
Schicksal” erstarren zu lassen. Das aber passiert leicht, wenn sich der
Kontakt auf die monatliche Kontoüberweisung beschränkt.
Wer Menschen bei der Entfaltung ihrer Potenziale unterstützen will, muss
ihnen mehr anbieten als bloße Geldtransfers. Diese allein eröffnen
langfristig keinen Raum für neue Lebensentwürfe. Grüne Grundsicherung setzt
sich deshalb aus zwei gleichrangigen Bestandteilen zusammen: Teilhabegarantie
und Existenzsicherung.

Mit freundlichen Grüßen

C. Ilawa
Info-Service der Bundestagsfraktion

An dieser Stelle muss ich nochmal einwerfen, dass ich dieses endlose Parteigeplenkel (hey wir sind die bessere Partei - wir haben das bessere Programm) unter aller Sau finde. Das sage ich allgemeim. Man kann es natürlich verstehen, schließlich ist nach dem Wahlkampf vor dem Wahlkampf (alleine das Wort treibt mir doch wieder das Kopfschütteln in den Geist) - aber nutzt uns (damit meine ich jeden Bürger) das so sehr?

Also ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und ob der moderne Mensch (der sich ja offensichtlich für die Spitze der Evolution hält, seine eigene Spezies dem Egoismus frönend aber eher gering schätzt) die eigentlich uralte Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens endlich umsetzen wird.

Zum Inhalt der Antwort der Grünen:

Sicher muss der Staat mehr bieten als Fürsorge in Form von Geld. Allerdings darf die Notwendigkeit des Geldes um überleben zu können nicht zu einem Zwang werden, der einem die Seele raubt und dadurch letzten Endes sogar das Gesundheitssystem massiv belastet. Ich lasse mich nicht gerne auf Diskussionen mit Zahlen ein, denn es ist sowas von falsch, das Leben anderer anhand von Bilanzen kaputt zu reden (und leider werden dadurch auch Menschen in den Tod getrieben. Das ist Fakt! Wie man z.B. in diesem Artikel nachlesen kann - wobei das vielleicht nicht mehr so aktuell ist), aber das Grundgefühl Angst ist im Unterbewusstsein der perfekte Nährboden für Krankheiten (Das sollte auch die Kirche wissen, aber von denen hört man diesbezüglich irgendwie nichts oder ich habe nicht hingehört).

Ich sehe - auch wenn ich damit gegen den größten Teil der Herde rede - eine dauerhafte Alimentierung (d.h. permanente Unterstützung mit Geld) nicht als Problem. Ist der Mensch erstmal von seiner Existenzangst (resultieren aus dem Überlebenskampf) befreit, so wird es ihm (bzw. ihr) ermöglicht, aus vollster innerer Kraft zu schöpfen und seinen von der Natur gegebenen Fähigkeiten nachzugehen. Das bedeutet m.E. letztendlich für die gesamte Gesellschaft ein Gewinn, denn das ganze Werk läuft reibungsloser, wenn das individuelle Zahnrad für die Position zum Einsatz kommt, wofür es geschaffen bzw. geboren wurde. Wenn ein System ein individuelles Zahnrad in eine andere Stelle im Werk gepresst wird, so muss es nicht überraschen, wenn es diesem Zahnrad und den anderen Zahnräder drumrum zu eng wird bzw. das ganze Werk an dieser Stelle hängt. Die Zahnräder zerstören sich dabei solange bis das Schwächste ganz kaputt ist, was verwandte Zahnräder an anderer Stelle im Werk in ihrer wirtschaftlichen (aber vor allem menschlichen) Funktionsfähigkeit einschränkt. Wäre das eine Zahnrad von Anfang an der naturbedingt passenden Stelle eingesetzt worden statt zwanghaft in eine nicht passende Stelle gedrängt worden zu sein, so hätte es für das Gesamtwerk ohne Mühe volle Leistung bringen können ohne daran kaputt zu gehen.

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Unsterblich verliebt

15. Mai 2008 Patrick E. Ruthard / Verena
Wir sind allein. Und nur die Nacht ist Zeuge.
Voller Leidenschaft sind wir im Kuß vereint.
Heimlich scheint der Vollmond durch die Zweige,
als ob er nur für uns - so scheint es - scheint.

Es fällt dein Haar zurück, als ich dein Ohr liebkose.
Darunter pocht die Halsschlagader heiß.
Da beginnt bei mir die Metamorphose.
Und ich packe deinen Nacken, und ich beiße zu.

Ich stoß’ dir meine Zähne
bis zum Anschlag in die Vene
und verdrehe meine Augen,
und ich fange an zu saugen.

Nicht nur ein Schrei vor Schrecken
bleibt dir tief im Halse stecken,
sondern auch - und das noch tiefer!
die vier Ecken meiner Kiefer.

Du bist zwar recht robust,
doch regt sich schon kein Klopfen mehr
in deiner Brust, ich saug’ dich just
bis auf den letzten Tropfen leer.

Ich kann nichts dafür.
Ich bin ein Vampir.
Jede Nacht erwacht in mir ein wildes Tier
und diese schier
unstillbare Gier
nach deinem Blut. Es tut mir leid!
Ich bin ein Vampir.

Was hab’ ich getan?! Wie konnte das geschehen?!
Du, meine Liebste, liegst nun vor mir ausgestreckt.
Doch zu meiner Schande muß ich mir eingestehen:
So gut hat mir noch keine geschmeckt.

Ich bin verdammt die, die ich liebe, zu verlieren.
Denn selbst wenn sie nach meinem Biß bestenfalls
selber zu Vampiren mutieren,
werfen sie sich gleich andren Männern an den Hals.

Das passiert mir jedes mal,
stets dasselbe Ritual:
Es kommt nur zum ersten Kuß,
und danach ist sofort Schluß.

Er läßt sich nicht beheben,
mein verhexter Beißreflex!
Drum ist der Preis für ewiges Leben
ein Leben ohne Sex.

Ich kann nichts dafür.
Ich bin ein Vampir
und das bereits seit weit über vierhundert Jahren,
die ich hier
schon vor mich hin vegetier’
zur Unsterblichkeit verflucht als Vampir.

Doch was kann mir schon Unsterblichkeit bedeuten,
wenn ich doch nur totunglücklich bin?
Also gehe ich zum Psychotherapeuten:
„Herr Doktor, ich weiß nicht mehr, wohin.

Ich verabscheue, wie ich mich ernähre.
Doch es zu leugnen wäre Selbstbetrug.
Denn während ich fremde Hälse leere,
krieg’ ich meinen Hals nie voll genug.

Es gibt für mich nichts Gutes,
außer den Geschmack des Blutes -“
Da unterbricht er mich und fragt nett,
welche Blutgruppe ich hätt’.

„Äh, naja, mal so, mal so, ich meine,
kommt darauf an…
Es gibt keine,
die ich Ihnen nicht besorgen kann.“

Denn Sie müssen wissen: Ich bin ein Vampir.

Ich war zwar nie in Transsylvanien,
ich war lediglich im Urlaub mal in Spanien.
Doch die Dunkelheit trägt ihre Schatten weit,
denn gebürtig komm’ ich eigentlich aus Wattenscheit.

Ich hatte tierisch vor Vampiren Schiß,
bis mich schließlich einer der ihren biß.
Da hab’ ich Blut geleckt und im Nu entdeckt,
wie gut das schmeckt.

Seitdem hab’ ich weit über 1000 Frauen geliebt,
von denen leider keine bei mir blieb,
weil ich sie immer beiße… Sch-!

So kann das nicht mehr weitergehen!

Helfen Sie mir!
Ich bin ein Vampir.
Der rote Saft verschafft mir Kraft, er ist mein Lebenselixier.
Ich komm’ nicht davon los!
Was mach’ ich bloß,
damit das aufhört? Nun, was kann ich tun?

Des Doktors detailierte Diagnose
treibt mir die Starre des Erstaunens ins Gesicht:
„Schizophrenie mit schwer neurotischer Psychose?!
Moment mal, sie glauben doch wohl nicht

etwa, das wäre alles meiner Phantasie entsprungen?
Sie seh’n doch diese Zähne? Die sind nicht angeklebt!“
Ihn zu überzeugen ist mir schließlich doch gelungen.
Leider hat er das nicht überlebt.

Nun hilft mir niemand mehr,
denn wer sollte, wenn nicht er?
Ach, ich wünschte ich wär tot,
wenn ich doch nur nicht unsterblich wär’!

Doch ich weiß, auf welche Art ich
meinem Dasein hier entkomme:
Ich geh’ in den Park, und dort wart’ ich
auf den Aufgang der Sonne…

(Bodo Wartke - Unsterblich Verliebt)

Hier in einer sehr bildhaften Darstellung bei der ich sagen muss “ich kann es fühlen” und zu mir selbst denke “wie dumm bist du eigentlich, das nicht viel früher verstanden zu haben?”.

Kategorie Großzitate, Liebe, Licht, Innere Freiheit | 0 Kommentare »

Heil dir!

7. Mai 2008 Patrick E. Ruthard / Verena

Heil dir - heil mir.
Heil dir selbst und deinem Gegenüber,
aber niemandem darüber.
Aus reinem Herzen -
nicht gefolgt von Schmerzen.*
Einen Sieg gibt es nicht -
ist es doch dein eigenes Herz, das du damit triffst.
Gewalt und Kriege gehören verbannt -
das haben schon unzählige Dichter und Denker erkannt.
Liebe ist ein ziemlich kleines Wort
für das, was niemals läuft fort.
Um sie zu beschreiben reichen Worte kaum,
aber in den Lücken findet sie Raum.
Sie festzuhalten scheint unmöglich,
deswegen der Moment - den wähl ich.

*und ohne diesen affigen Gruß vom Herz die Erde anrufend Richtung schräg rechts über den eigenen Kopf. Nein, das ist damit natürlich nicht gemeint, sondern globaler Respekt vor dem Individuum, Ehre und all die Dinge, die einem anderen den Tag verschönern.

Kategorie Herzwerk, Texte | 0 Kommentare »

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